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09.02.2012 Informationsveranstaltung und Diskussionsveranstaltung Teilzeitbeschäftigung und Beurteilungserlass Einladung zu einer
Informations- und Diskussionsveranstaltung
1. Teilzeitbeschäftigung in Bildungseinrichtungen
2. Information zum neuen Beurteilungserlass
Besonders für neu Eingestellte von Interesse!
Referenten:
Rüdiger Heitefaut,
Landesvorstand der GEW, verantwortlich für Beamten- und Angestelltenrecht
Henner Sauerland, Landesvorstand der GEW, Referat allgemeinbildende Schulen
Ort: Hotel Heide, Melkbrink, Oldenburg
Zeit: 09.02.2012, 18:00 Uhr
Zu dieser offenen Veranstaltung laden wir alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ein, um Fragen rund um die Themen zu beantworten und Informationen darüber hinaus zu geben. Anmeldungen sind nicht erforderlich, auf rege Teilnahme freut sich der Kreisvorstand.
Heinz Bührmann
Vorsitzender
15.02.2012 DIDAKTA 2012 Die Bildungsmesse DIDAKTA findet am 15.02.2012 auf dem Messegelände Hannover statt.
Bei Interesse sollte rechtzeitig Sonderurlaub beantragt werden.
03.12.2011 4.wissenschaftlich-politisches ALSO Symposium Am 03.12.2011 findet von 11.00Uhr bis ca. 18.00Uhr im BIS Saal der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg das 4. Wissenschaftlich-politische Symposium der ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg) statt.
Die Veranstaltung ist öffentlich und wird vom GEW Kreisverband Oldenburg-Stadt gefördert.
Antrag an die LDK zum Thema Lehrerbildung Antrag an die LDK
Antragsteller: Bezirksverband Weser-Ems
Lehrer- und Lehrerinnenausbildung
Die LDK möge folgende Resolution beschließen:
Lehrerbildung und Schulentwicklung
Leitantrag zur Reform der Lehrerbildung
Die GEW setzt sich nachdrücklich für eine grundlegende Neuordnung der Lehrerbildung(LB) ein,
die sich am Prinzip der Gleichwertigkeit der professionellen Arbeit in pädagogischen
Aufgabenfeldern orientiert und entsprechend eine gleichrangige Ausbildung für alle pädagogischen
Arbeitsfelder und Schulbereiche sichert. Lehrerbildung und Schulentwicklung gehören zusammen.
Die Reform der Lehrerbildung ist und bleibt der Schlüssel zur Schulreform. Im Rahmen einer
breiteren und offeneren beruflichen Orientierung in Studium und Ausbildung müssen die
überkommenen und beamtenrechtlich normierten Beschränkungen nach Lehrämtern und in
getrennten Phasen im überwunden werden. Studium und Ausbildung müssen sich an den
zunehmend erweiterten und komplexeren Anforderungen im Berufsfeld orientieren, um in allen
Schulen die Beschränkungen eines selektiven Schulsystems überwinden und den Ansprüchen einer
inklusiven pädagogischen Arbeit gerecht werden zu können.Die GEW fordert gesetzliche
Grundlagen für die Ausbildung von Lehrkräften.
Ansätze zur grundlegenden Neuordnung werden in den folgenden Anträgen konkretisiert.
Forderung 1
Konsequente Umstellung der Lehrerbildung auf gleichwertige Studiengänge mit dem
gemeinsamen Studienabschluss "Master of Education" (statt "Lehrämter")
Konsekutive Studiengänge mit
° Polyvalent und interdisziplinär angelegtem Bachelor-Studium (BA 6 Sem.)
° mit verpflichtenden Vorerfahrungen der Studienanfänger in der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen oder einem berufsfeldbezogenen "Vorpraktikum" ( im Umfang von etwa einem
Halbjahr) verbunden mit der Verpflichtung zur Teilnahme an berufsfeldbezogenen
Orientierungsveranstaltungen vor Aufnahme des Studiums
° mit verpflichtenden Orientierungsangeboten und Beratungszusammenhängen, die für alle
angehenden LL eine vertiefte Reflexion über ihre Studien- und Berufswahl , ihre eigene Schulzeit
und die realen Bedingungen der Arbeit in den Schulen einschließen
° mit übergreifendem pädagogischem Profil und breiter berufswissenschaftlicher Orientierung
° mit zwei unterrichtsbezogenen fachlichen/sachlichen Schwerpunkten
° mit Möglichkeiten zur freien Wahl von berufsfeldorientierten Schwerpunkten, die sich am Profil
von MA-Studiengängen orientieren
° mit Orientierungspraktika in Schulen und angrenzenden Berufsfeldern
° mit Bachelorabschluss, der die Zugangsberechtigung zu allen MA-Studiengängen mit
pädagogischem Profil einschließt.
Masterstudium(MA) mit berufsfeldbezogenen Profilen ( MA 4 Sem.)
° mit Spezialisierung für spezifische Handlungsfelder in zwei angrenzenden Altersstufen/
"Schulstufen" mit den Schwerpunkten Elementar- und Primarbereich / Primar- und Sekundarbereich
I / Sekundarbereich I und II / Sekundarbereich II und Erwachsenenbildung
° mit vielseitigen Orientierungsangeboten und Beratungszusammenhängen, die eine vertiefte
Reflexion über die pädagogische Arbeit im angestrebten Berufsfeld einschließen
° mit didaktischer Vertiefung in den beiden fachlichen Schwerpunkten
° mit einem "Theorie-Praxis-Jahr", das eine halbjährige Praxisphase in Schulen einschließt und von
den Hochschulen in Kooperation mit den Studienseminaren/Studienzentren gestaltet wird
° mit Studienabschluss " Master of Education" mit im Zeugnis ausgewiesenen Schwerpunkten, der
zur Übernahme in den Schuldienst berechtigt
Forderung 2 Umstellung des "Vorbereitungsdienstes(VD)" zu einer berufs- und
wissenschaftsbezogenen Berufseingangsphase (BEP)
° mit Einstellung auf Probe in den Schuldienst bei vollen Bezügen (3 Jahre)
° mit deutlich abgesenkten Unterrichtsverpflichtungen und Verpflichtungen zur Teilnahme an
einem begleitenden Beratungs- und Fortbildungsprogramm der Studienseminare / Studienzentren
mit verbindlichen und wahlfreien Anteilen
° mit Umstellung der Studienseminare zu Studienzentren mit erweiterten Aufgabenfeldern, die eine
Mitwirkung in der Lehrerbildung an den Hochschulen und in der Beratung und Unterstützung der
Schulen in der Schulentwicklung einschließen
° mit vielseitigen Orientierungsangebote und Beratungszusammenhängen in den Schulen und in
den Studienseminaren, die eine vertiefende Reflexion der pädagogischen Arbeit im Berufsfeld
einschließen
° mit Abschluss durch eine Laufbahnprüfung, die bei entsprechender Eignung bereits nach 2 Jahren
abgelegt werden kann.
Forderung 3 Lehrerbildung und Schulentwicklung / Fort- und Weiterbildung im Beruf
° mit grundlegenden Änderungen in der Bewertung und Bemessung der Arbeitszeit der Lehrerinnen
und Lehrer
° mit deutlicher Senkung der quantitativen Unterrichtsverpflichtungen zugunsten
korrespondierender qualitativer Verpflichtungen im Beruf
° mit ausgewiesenen Zeiten zur Mitwirkung in der Schul- und Unterrichtsentwicklung in kollegialer
Zusammenarbeit, zur individuellen Fortbildung und zur Einarbeitung in neue Unterrichtsbereiche
° mit massivem Ausbau der Fort- und Weiterbildung für alle LL und Koordination der
Entwicklungen in allen Regionen über die "Regionalen Pädagogische Zentren (RPZ)"
° mit Ausbau der Angebote zur Beratung und Unterstützung der Schulentwicklung und
Koordination der Angebote mit denen der Hochschulen und Studienseminaren / Studienzentren
Begründungen zur grundlegenden Neuordnung der Lehrerbildung:
Die historisch gewachsenen Ausbildungsstrukturen der LB - mit ihren Differenzierungen nach
Schulformen und getrennten und in weitgehend abgeschotteten Phasen sind dysfunktional und im
Kontext der Umstellung auf konsekutive Studiengänge zunehmend obsolet geworden.
Gleichzeitig steigen die Ansprüche in Studium und Beruf - ohne auch nur ansatzweise für die
vielen berechtigten und notwendigen Veränderungen die notwendigen rechtlichen und personellen
Voraussetzungen zu schaffen.
In Niedersachsen fehlen für die LB gesetzliche Grundlagen (kein LABG). Vor diesem Hintergrund
werden im Korsett überholter beamtenrechtlicher Strukturen laufend neue rechtliche Vorgaben
(Verordnungen und Durchführungsbestimmungen) erlassen, die vielfach nur grundlegende
Widersprüche fortschreiben und notwendige Reformen blockieren
- die realen Studienbedingungen in den zunehmend verschulten Studiengängen schließen ein
nachhaltiges wissenschafts- und zugleich berufsbezogenes Studium mit entsprechenden
Reflexionszusammenhängen und Arbeitsformen weitgehend aus
- der Status angehender LL - der Studierenden in den überfrachteten BA/MA-Studiengängen und
der Referendare im VD - schafft vielfach beschränkte und häufig auch unproduktive
Reflexionszusammenhänge und "Abhängigkeitsverhältnisse", die durch bedarfsorientierten
Unterrichtseinsatz und mit der Verkürzung des VD zusätzlich belastet werden..
- für viele Fächer und Funktionen in den Schulen können nicht mehr genug geeignete Bewerber
gewonnen werden. Viel zu viele Studienanfänger scheitern bereits früh im Studium oder erst spät
im VD -
- der LL-Bedarf in den Schulen wird in den "Mangelfächern" zunehmend über fragwürdige
Sondermaßnahmen oder über "Quereinsteiger" gedeckt , die - abgesehen von Ausnahmen - wenig
erfolgreich verlaufen und gewachsene Ausbildungszusammenhänge zusätzlich belasten.
Die GEW verfolgt mit ihren Vorschlägen folgende Ziele:
- LB und SE in ihren Wirkungszusammenhängen sinnvoll und nachhaltig fruchtbar auszugestalten.
Dabei ist von der Gleichwertigkeit der Arbeit in den pädagogischen Handlungsfeldern auszugehen -
mit entsprechenden Konsequenzen für die Studiengänge und für die Entwicklungsbedingungen im
Beruf.
- eine qualifizierte LB, in der angehende LL die notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche
pädagogische Berufstätigkeit in ausgewählten Handlungsfeldern erwerben und zur Verbesserung der
Handlungsbedingungen in den Schulen/ im Beruf beitragen zu können
- fruchtbare Lern- und Studienprozesse , die berufsbiografisch angelegt sind, auf dem jeweiligen
Vorwissen aufbauen und den individuell bereits erworbenen Kompetenzen immer eine angemessene
Bedeutung zumessen. Angehende und berufstätige LL müssen im jeweiligen pädagogischen
Kontext ihre Wirkungschancen individuell aufbauen und gemeinsam mit anderen professionell und
nachhaltig wahrnehmen und ausbauen können
- viele Kompetenzen können nur im direkten Zusammenhang mit der Reflexion über das eigene
Handeln im eigenen Unterricht und in kollegialer Beratung im Berufsfeld selbst entwickelt und
ausgebaut werden. Wichtige Voraussetzungen dafür sind vielfältige Möglichkeiten der Fortbildung
und Weiterbildung im Beruf
- die Schulen und die LL brauchen mehr Zeit und mehr Raum für die von ihnen zunehmend
eingeforderte Entwicklungsarbeit, sie müssen in dieser Arbeit kontinuierlich und angemessen
beraten und unterstützt werden
- Die (Mit)Arbeit in der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Unterricht und Schule
muss deshalb endlich selbstverständlicher Bestandteil professioneller Arbeit in allen pädagogischen
Handlungsfeldern - also auch in der Schule - und in den Arbeitszeiten angemessen berücksichtigt
werden..
.- Reformen können nur in einem "offenen System" der LB in Wirkungszusammenhängen gestaltet
werden, in denen bisher wirksame rechtliche und personelle Beschränkungen und das damit
verbundene begrenzte Denken und Handeln in den jeweiligen Institutionen überwunden werden
können..
- ein neues System der Beratung und Unterstützung der Schulen sollte mit dem der regionalen
Fortbildung und mit dem System von Studium, Lehre und Forschung an den Hochschulen wirksam
und nachhaltig verknüpft und regional unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen neu
geordnet werden.
- in dem neuen System muss ein Ausgleich zwischen den Anforderungen und Möglichkeiten der
Berufspraxis und denen der Wissenschaft und zwischen den staatlichen Verpflichtungen gemäß § 2
des NSchG und besonderen regionalen Entwicklungen gesucht und gefunden werden
- die Entwicklungen in den Regionen sind mit den gesamtstaatlichen Verpflichtungen auf
Landesebene über das NLQB/MK zu koordinieren...
- dieses neue offene System und der Ausgleich gewachsener und begrenzter Interessen kann nur
gelingen, wenn alle Ressourcen eingebunden werden, die gegenwärtig in den unterschiedlichen
Teilbereichen der LB und SE - jeweils mit begrenztem Auftrag - eingesetzt werden und wenn für
alle Schulen und Einrichtungen, für alle Mitglieder der Profession entscheidende Möglichkeiten der
Mitwirkung und Mitbestimmung gesichert werden
Antrag an die LDK zum Thema Hochschulen Antrag an die LDK
Antragsteller: Bezirksverband Weser-Ems
Hochschulen, Forschung und Wissenschaft in der Region stärken
Die LDK möge folgende Resolution beschließen:
Hochschulen, Forschung und Wissenschaft in den Regionen stärken
1. Bildungs- und Ausbildungskapazitäten ausbauen
1.1 In Niedersachsen werden akademische Ausbildungskapazitäten benötigt, die mit
vielfältigen Möglichkeiten und Schwerpunkten ein attraktives Angebot für den
regionalen Qualifizierungsbedarf realisieren und auch überregional ausstrahlen. Die
Exzellenzförderung der Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen
durch den Bund und das Land Niedersachsen und der Aufbau kostenintensiver
Studiengänge, z. B. die Medizinische Fakultät in Oldenburg, dürfen deshalb nicht auf
Kosten der vorhandenen Kapazitäten erfolgen. Es ist notwendig, dass auch kleine
und mittelgroße Hochschulen zusätzliche materielle Unterstützung erfahren.
1.2 An den Hochschulen in Niedersachsen ist auf Grund des wachsenden
Studienplatzbedarfs der qualitative Ausbau der Studienangebote dringend
erforderlich. Alle freiwerdenden Stellen müssen sowohl neu besetzt, aber auch neue
eingerichtet werden, damit die Hochschulen in ihren Lehr- und Forschungsbereichen
attraktiv bleiben.
1.3 Neben Professuren und Qualifikationsstellen benötigen Hochschulen und
Forschungseinrichtungen ausreichend Stellen, auf denen Wissenschaftler/innen mit
unbefristeten Verträgen Wissenschaft als Beruf ausüben können. Nur so lassen sich
die Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement mit der
erforderlichen Kontinuität und Qualität erfüllen. Und nur dann eröffnen sich
qualifizierten jungen Wissenschaftler/innen berufliche Perspektiven - auch neben
einer Professur. Diese Stellen müssen tariflich angemessen besoldet werden.
1.4 Zur besseren Nutzung eines vielfältigen regionalen akademischen
Ausbildungsangebotes, müssen die Kooperationsbeziehungen zwischen den
Hochschulen unabhängig von Landes- und Staatsgrenzen intensiviert werden. Dazu
gehört auch die unbürokratische gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen
an verschiedenen Hochschulorten und unterschiedlicher
Hochschulzugangsberechtigungen.
2. Forderungen zur Hochschulpolitik
2.1 Die zukunftsorientierte Hochschulausbildung verlangt eine breite Grundausbildung, in
der Lehre eng mit Forschung verknüpft ist und in der Interdisziplinarität einen
besonderen Stellenwert erhält. Nur mit einer solchen Grundausbildung kann der
Anspruch auf lebenslanges Lernen erfüllt werden. Das BA/MA-Studium ist folglich zu
„entschulen“ und vom großen Prüfungsdruck ab dem ersten Semester zu befreien.
Fachspezifische Module müssen zwischen den beiden Hochschultypen gegenseitige
Anerkennung erfahren. Jede/r Studierende mit Bachelorabschluss muss nach
Beratung die Möglichkeit erhalten, in die Masterphase zu wechseln. Die
wissenschaftliche und berufliche Spezialisierung soll in der Master- oder
Promotionsphase erfolgen.
2.2 Eine Neuorientierung zu einer demokratischen Hochschulpolitik ist notwendig; es ist
wegzukommen von der Vorstellung, Hochschulen seien Unternehmen mit Präsidien
(als Unternehmensvorstand) und Hochschulräten (als Aufsichtsrat). Demgegenüber
sind die demokratischen Rechte der Hochschulmitglieder und der vorhandenen
Gremien (Senate, Fakultäts- und Fachbereichsräte usw.) wieder zu stärken.
2.3 Notwendig ist eine Neuorientierung der Forschungs- und Hochschulpolitik, weg von
der Bevorzugung weniger und intransparent ausgewählter Schwerpunkte in der
Forschungs- und Nachwuchsförderung zugunsten großer Unternehmen und
Konzerne, hin zu einer Politik der Sicherung und Ausweitung der wissenschaftlichen
Ausbildungs- und Forschungsfelder, die auch stärker kleinen und mittleren
Unternehmen und ihren Arbeitnehmer/innen zugute kommen. Darüber hinaus
müssen die kultur- und geisteswissenschaftlichen Fächer in der Forschungs- und
Hochschulpolitik eine stärkere Berücksichtigung erfahren. Eine einseitige
Drittmittelorientierung ist hier kontraproduktiv.
2.4 Für Menschen mit beruflichen Bildungsabschlüssen ist die Verbesserung des
Zugangs zu Hochschul- und Universitätsstudiengängen durch Förderung von dualen
und Teilzeit-Studiengängen, die praxisnah und sozial orientiert sind, dringend
erforderlich. Damit wird den Lebensbedingungen junger Erwachsener mit geringem
Einkommen und familiären Verpflichtungen Rechnung getragen.
2.5 Das Ziel der Erweiterung akademischer Ausbildungsanteile ist mit Studiengebühren
nicht erreichbar. Studien (u. a. im Auftrag des BMBFs) bestätigen, dass
Studiengebühren den Hochschulzugang für einige Bevölkerungsgruppen
einschränken. Über die zukünftige Erhebung von Studiengebühren muss deshalb
erneut öffentlich diskutiert werden – aus gewerkschaftlicher Sicht sind diese
abzuschaffen. Gleichzeitig ist die öffentliche finanzielle Unterstützung von
Studierenden dringend zu verbessern, damit akademische Ausbildungsmöglichkeiten
nicht aus finanziellen Gründen scheitern. U. a. ist die Bewilligung und Vergabe von
Stipendien dementsprechend an soziale Kriterien zu koppeln.
3. Lehr- und Forschungsvielfalt sicherstellen
3.1 Eine bevorzugte Orientierung auf Exzellenzwettbewerbe oder auf sog. internationale
Spitzenforschung ist für Hochschulen, besonders für kleine und mittelgroße
Universitäten, nicht tragfähig. Zur aussichtsreichen Beteiligung an diesen
Wettbewerben ist eine Ressourcenbündelung notwendig, die häufig zu Lasten der
Vielfältigkeit des Ausbildungsangebotes geht. Die Angebotsvielfalt der Studiengänge
droht dadurch stark eingeschränkt zu werden. Eine internationale Ausrichtung der
Forschungsleistungen ist aber für den besonderen Stellenwert der Forschung für
gute Lehrleistungen weiterhin dringend erforderlich!
4. Dialog zur regionalen Entwicklung
4.1 Die akademischen Ausbildungs- und Forschungskapazitäten sind zusammen mit der
schulischen und der beruflichen Bildung sowie den Angeboten für Kleinkinderziehung
von zentraler Bedeutung für die regionalen Entwicklungen. Deshalb ist es notwendig,
regionale Dialoge zur Entwicklung dieser Bildungsbereiche zu führen und die
Hochschulen auch regional zu verankern.
Begründung
Die Hochschulen befinden sich in einem tief greifenden Veränderungsprozess mit
erheblichen Auswirkungen für die Studierberechtigten wie -willigen, die Lehrenden und die
jeweilige Region.
Hinweise für diese Veränderungsprozesse sind:
- Die Reduzierung der Ausbildungsmöglichkeiten an den Hochschulen durch
Einschränkung des Fächerspektrums unter anderem als Folge des
Hochschuloptimierungskonzeptes (HOK) der Landesregierung (am Beispiel der
Universität Oldenburg: Wegfall der Regionalforschung und Psychologie, Einschränkung
der Soziologie, Politikwissenschaften und Biologie).
- Die starke Veränderung der Hochschulstruktur durch die präsidiale Verfassung an den
Hochschulen mit einer betriebswirtschaftlich orientierten Ausrichtung. Die Einführung
hauptamtlicher Dekane sowie die Umgehung demokratischer Entscheidungen in
Berufungsverfahren.
- Die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse in Verbindung mit einem
Leistungspunktesystem (Folgen u. a.: erhöhter Prüfungsdruck, Verdichtung und
Verschulung von Studienleistungen, weniger Möglichkeiten des Nebenerwerbs) führt zu
einem erhöhten Druck bereits im ersten Semester, der auch dadurch hervorgerufen wird,
dass nur für jeden BA-Absolvierenden ein Masterstudienplatz vorgehalten wird. Bereits
jetzt zeigt sich, dass ein Wechsel des Studienortes kaum noch möglich und die
Abbruchsquote in vielen Studiengängen sehr hoch ist.
- Hochschulen haben eine zentrale Bedeutung in ihren Regionen als akademische
Ausbildungsstätten und als Anbieter hoch qualifizierter Arbeitsplätze, aber auch als
Wohnsitz der Studierenden und der Beschäftigten mit ihren Familien und dem damit
verbundenen Konsum in der Region. So kommen im Flächenland Niedersachsen die
Studierende zu 70 bis 80 Prozent aus dem engeren und weiteren regionalen Umfeld.
Überdies sind die Hochschulen auch Ausgangspunkt vielfältiger sozialer wie kultureller
Bildungsinitiativen in den Regionen.
- Die Hochschulen und ihre Mitglieder prägen das Bild einer Stadt und Region, durch die
Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen in verschiedenen Branchen durch
Ausgründungen aus den Hochschulen bzw. Unternehmensgründungen von
Absolventen/innen.
- Die Hochschulen tragen Verantwortung für die demokratische und soziale Entwicklung
der Gesellschaft.
In der Ausbildungs- und Forschungspolitik hat sich faktisch eine Art Kartell herausgebildet, in
dem einseitig bestimmte Wirtschaftsbranchen und Unternehmensgruppierungen gefördert
werden, während die breite Basis-Förderung von Ausbildung, Wissenschaft, Innovation im
Sinne einer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit und der Sicherung der Menschen- und
Bürgerrechte ausgehöhlt und vernachlässigt wird. Diese Entwicklung der Hochschulen wirkt
sich besonders problematisch auf die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in
strukturschwachen Regionen aus, weil es in diesen zu wenig Bildungsressourcen gibt und
damit wird die Chancengleichheit der Lebensverhältnisse zwischen den Regionen massiv
behindert wird.
21.11.2011 Veranstaltung: "Mit Behinderung ins Lehramt" Vortrag am 21.11.: Mit Behinderung ins Lehramt
Schulischer Vorbereitungsdienst und Lehramtsberuf mit Behinderung oder chronischer Krankheit
An der Universität Oldenburg gibt es viele behinderte und chronisch kranke Studierende, die das Ziel haben, LehrerIn zu werden. Im Laufe des Studiums, Referendariats und später im Berufsleben können, bedingt durch den körperlichen und/oder seelischen Gesundheitszustand, viele Fragen und Probleme auftreten. Häufig scheuen sich die Betroffenen jedoch, Beratung und Hilfe anzunehmen, da sie Nachteile z. B. bei der Verbeamtung befürchten.
So quälen sich viele durch die Ausbildungsabschnitte, ohne die ihnen zustehenden Nachteilsausgleiche wahrzunehmen. Auch behinderte und chronisch kranke Menschen können verbeamtet werden und gut im Beruf ihre/n Frau und Mann stehen. Nachteilsausgleiche und z. B. Arbeitsassistenz können vor Überlastungen schützen. Zu diesen und weiteren Themen wollen wir auf unserer Veranstaltung umfassend informieren.
Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, ein kurzes Beratungsgespräch mit Herrn Hey, der Bezirksvertrauensperson der schwerbehinderten Beschäftigten an Schulen bei der Landesschulbehörde Abt. Osnabrück zu führen.
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und AbsolventInnen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegt.
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an, da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht. Auch bei Interesse an einem individuellen Beratungsgespräch melden Sie sich bitte vorab bei der Behindertenberaterin Wiebke Hendeß Behindertenberatung des Studentenwerk Oldenburg
Studentenwerk Oldenburg
Behindertenberatung
Wiebke Hendeß
Mensagebäude M-1-131
Uhlhornsweg 49-55
26129 Oldenburg
fon (0441) 798-2797
fax (0441) 798-2071
www.studentenwerk-oldenburg.de
Sprechzeiten:
Mo. u. Do. 13.00-15.00 Uhr
Mi. 10.00-12.30 Uhr
10.11.2011 Personalräteschulung 2011 Am 10.11.2011 findet vom 10.00 bis 16.00 Uhr im Hotel Heide die Personalräteschulung statt.
Die Einladungen in den nächsten Tagen versendet.
17.11.2011 Jahreshauptversammlung Jahreshauptversammlung Kreisverband Oldenburg-Stadt Am 17.11.2011 findet die jähliche Jahreshauptversammlung im Hotel Heide statt.
Beginn der Veranstaltung ist 19.30Uhr.
Die JHV wird im Raum "Hamburg" gehalten.
Einladungen wurden per Post an alle Mitglieder versendet.
13.10.2011 Gönnt euch was "Gönnt euch was!!!" Veranstaltung im "Wilhelm 13" am 13.10.2011 Eintritt frei!!! Liebe Kollleginnen und Kollegen!
Erinnert ihr Euch noch an die Veranstaltungen mit diesem Motto, veranstalte von der Oldenburger GEW vor den Sommer- Osterferien?
In diesem Jahr möchten wir die gute Tradition wieder aufleben lassen zu einer Neuauflage jener unterhaltsamen Abende. Dabei könnt ihr die Füße wippen lassen zur Musik der interessanten jungen Gruppe M-DUR, ihr könnt "alte" KolleInnen treffen und neue KollegInnen kennen lernen- oder ganz einfach einen entspannten Abend genießen.
Also: Das Ambiente und die musikalischen Leckerbissen stellen wir, für eine angenehme und anregende Atmosphäre sorgt ihr durch euer Erscheinen!
Wir freuen uns auf euch und treffen uns hoffentlich
am 13.Oktober
im Wilhelm 13
(früheres Theaterlaboratorium)
ab 20.00Uhr
bei M-DUR und guter Stimmung.
Eintritt frei!!!
Euer Kreisverband Oldenburg-Stadt
29.09.2011 Tagesveranstaltung zur Eingruppierung der Lehrkräfte
23.06.2011 PaedOl Juni 2011 Die neue Ausgabe der PaedOl ist da! Hier klicken!
Spendenaufruf GEW Stiftung unterstützt Projekte Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Oldenburger GEW,
die Stiftung „Bildung und Solidarität“ der GEW Oldenburg-Stadt hat – wie bereits früher berichtet – 2008 ihre
Arbeit aufgenommen. Sie hat seit Anfang 2009 aufgrund der eingegangenen Anträge folgende Projekte gefördert:
Projekt „Träume, Wünsche, Perspektiven“ (Theaterpäd. Jugendarbeit OL-Süd); Projekte „Utopien“ und „2
vor-1 zurück“ (Verein Jugendkulturarbeit); Fahrtkostenbeitrag Antifaschist. Demo in Dresden (Oldenburger
Rechtshilfe e.V.); Deutsch-Südafrikan. Jugendaustausch (Verein Jugendkulturarbeit); Veranstaltungsreihe
des Internation. Fluchtmuseums; Veranstaltung mit Ernesto Kroch (Oldenburger Rechtshilfe e.V.); Jugend-
Musiktheaterprojekt, Auftritt in Oldenburg (Verein Kunst und Kultur Huntlosen); Fortbildungsveranstaltung
der GEW Schulgruppe am NGO; Buchprojekt des Fördervereins Intern. Fluchtmuseum; Südafrika-
Austausch-Theaterprojektreise (Verein Jugendkulturarbeit); Veranstaltungsreihe Umwelt und
Wirtschaftskrise (Filmriss ); Mädchenfußballtunier-Reise (Schulpartnerschaft H.-Lange-Schule/Südafrika);
Projekt „Romeo und Julia“ (Förderverein Theaterpäd. Jugendarbeit); Vernetzungsprojekt Jugendtheatertage
(Förderverein Präventionsrat); Jugendreise 2010 (Nicaragua-Verein).
Insgesamt hat die Stiftung dafür 4 200 €
aufgewendet.
Seit Beginn unserer Arbeit ist deutlich, dass die Stiftung in der Regel die – aus unserer Sicht berechtigten –
Wünsche der AntragstellerInnen nicht in voller Höhe erfüllen kann; dafür sind das Stiftungskapital und die daraus
fließenden Zinsen (letztere stehen für die Fördermaßnahmen zur Verfügung) nicht hoch genug. Einige Projekte
konnten auch nur deshalb gefördert werden, weil GEW-Mitglieder zusätzliche Fördermittel gespendet haben.
Wir rufen daher dazu auf, die Stiftung durch weitere Spenden zu unterstützen – entweder zur Erhöhung der
jährlichen Fördermittel oder zur Erhöhung des Stiftungskapitals, woraus dann dauerhaft höhere Zinsen fließen.
Da die Stiftung als gemeinnützig anerkannt ist, erhalten SpenderInnen Zuwendungsbescheinigungen, die dann
beim Finanzamt steuermindernd vorgelegt werden können.
Es danken im Voraus
Monika de Graaff Silke Lühmann Hansjürgen Otto
Stiftungsvorstand
Die Stiftung ist gemeinnützig
gemäß vorläufiger Bescheinigung des Finanzamtes Oldenburg
(Oldb) vom 19.10. 07 (St-Nr.: 64/220/15708).
Bankverbindung:
Landessparkasse zu Oldenburg (LzO)
BLZ: 280 501 00
Konto-Nr.: 16 47 932
Der Stiftungsvorstand hat dem Stiftungsbeirat (identisch mit dem GEW-Kreisvorstand) am 19.08.2010 seinen
Rechenschaftsbericht vorgelegt und ist entlastet worden. Monika de Graaff und Hansjürgen Otto sind als
Stiftungsvorstandsmitglieder wiedergewählt worden. Silke Lühmann hat nicht wieder kandidiert; sie amtiert weiter,
bis ein neues drittes Vorstandsmitglied gewählt ist.
Ergänzung April 2011:
Der Stiftungsvorstand hat auch auf der Jahreshauptversammlung 2010 der GEW Oldenburg-Stadt über seine
Arbeit berichtet. Dort wurde Axel Kleinschmidt als neues Vorstandmitglied vorgeschlagen. Er wurde im Februar
2011 vom Stiftungsbeirat als 3. Vorstandsmitglied gewählt.
06.04.2011 Veranstaltung zum Thema "Inklusion" Am Mittwoch, den 06.04.2011 findet im Hotel Wöbken in Oldenburg eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema "Inklusion" statt.
Die Veranstaltung richtet sich an KollegInnen der Oldenburger Grund- und Förderschulen.
Als Referenten werden Dieter Knutz und Astrid Müller erwartet.
12.03.2011 Aktion Volksbegehren Volksbegehren für gute Schulen:
GEW Oldenburg organisiert Unterstützung – Straßentheater der IGS Langenhagen fesselt Aufmerksamkeit
Am 12. März 2011, einem Samstag bei bestem Wetter, sammelten Mitglieder der GEW Oldenburg-Stadt in der Innenstadt Unterstützung für das niedersächsische „Volksbegehren für Gute Schulen“: für Änderungen im Schulgesetz zugunsten des 13jährigen Wegs zum Abitur, zugunsten einer erleichterten Neugründung von Integrierten Gesamtschulen, zugunsten des Erhalts der Vollen Halbtagsschulen.
Wir wurden toll unterstützt durch die Straßentheater-AG der IGS Langenhagen aus Hannover, die mit ihren Stücken das Innenstadt-Publikum fesselte und viele motivierte, das Volksbegehren zu unterstützen.
Am Ende hatten wir 148 neue UnterstützerInnen aus der Stadt Oldenburg und an die hundert aus weiteren niedersächsischen Gemeinden gewonnen.
Die GEW sagt den Schülerinnen der Theater-AG an der IGS Langenhagen und ihrem Regisseur Hendrik Becker vom Theater Löwenherz Dank für die tolle Unterstützung!
"Engagiert euch, die Geschichte ist eure!" Das vollständige Interview mit Ernesto Kroch zum Artikel in der PaedOl Das vollständige Interview
12.03.2010 Neuer Flyer für studierende Mitglieder Beitragsfreie Mitgliedschaft für Studierende! Die Mitgliedschaft in der GEW ist für Studierende jetzt beitragsfrei. Weitere Informationen enthält ein neu erschienener Flyer:
Flyer "Wir können auch anders!"
Volksbegehren für gute Schulen Der GEW-Kreisverband Oldenburg-Stadt unterstützt das Volksbegehren für gute Schulenk. Link zur Seite www.volksbegehren-schulen.de
Aufruf Niedersachsen gegen Atomkraft Zahlreiche Niedersachsen unterstützen einen Aufruf gegen Atomkraft. Aufruf "Niedersachsen gegen Atomkraft!"
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